PSA erhöht Grading-Preise und Bearbeitungszeiten

PSA erhöht Grading-Preise und Bearbeitungszeiten

Der weltweit bekannteste Grading-Anbieter PSA (Professional Sports Authenticator) hat erneut seine Preise und Bearbeitungszeiten für Sammelkarten-Grading angepasst – und sorgt damit in der Sammlerwelt für Diskussionen. Mit der steigenden Nachfrage nach offiziellen Grading-Dienstleistungen sehen sich immer mehr Hobbyisten und Investoren mit längeren Wartezeiten und höheren Kosten konfrontiert.

PSA begründet die Änderungen mit einer anhaltend hohen Nachfrage, die das Unternehmen an seine Kapazitätsgrenzen bringt. Trotz personeller Aufstockung und Ausbau globaler Standorte – etwa in Europa und Japan – reiche das derzeitige Grading-Volumen nicht aus, um die bisherigen Bearbeitungszeiträume zu halten.

Kosten steigen – auch für häufig genutzte Service-Stufen

Die Anpassungen betreffen vor allem Einsteiger- und mittelklassige Grading-Optionen, die bei vielen Sammlern beliebt sind. So werden bei PSA unter anderem folgende Preisänderungen umgesetzt (Stand: 10. Februar 2026):

  • „Value Bulk“ – Grundpreis pro Karte steigt deutlich

  • „Value“ und „Value Plus“ – ebenfalls teurer als zuvor

  • „Value Max“ und „Regular“ – Preisaufschläge auf mittlerer und höherer Service-Ebene

Damit wird Grading für günstige und mittlere Karten teurer – ein spürbarer Effekt, gerade wenn man viele Karten in einem Schwung einschickt.

Bearbeitungszeiten verlängern sich

Auch bei den geschätzten Bearbeitungszeiten hat PSA Anpassungen vorgenommen. Für mehrere populäre Grade-Levels gelten nun längere Zeiten, bevor Karten wieder zurückgeschickt werden. Beispiele aus den offiziellen Angaben:

  • „Regular“ Service: von 10 auf 15 Werktage

  • „Value Max“ Service: ebenfalls +5 Werktage

  • „Value Plus“: auch hier längere Bearbeitungs-Schätzung

Andere Service-Ebenen wie Express oder Premium-Levels bleiben von dieser Veränderung bislang unberührt. Insgesamt wirken sich die Anpassungen jedoch vor allem für Ein- und Mittelwert-Submissions spürbar aus.

Warum PSA diesen Schritt macht

PSA selbst erklärt die Anpassungen damit, dass man weiterhin hohe Grading-Standards halten möchte, gleichzeitig aber eine enorme Zunahme von Einreichungen verzeichne. So werde der Bedarf größer, als die Anzahl an geschultem Personal und Verarbeitungs­kapazitäten es derzeit abdecken kann. Die Preis- und Zeit-Updates sollen helfen, das Einreichungsvolumen besser mit der verfügbaren Grading-Leistung in Einklang zu bringen.

In einem Interview zur Ankündigung nannte ein PSA-Vertreter die Herausforderung, mit der rapide wachsenden Zahl an Sammlern Schritt zu halten. Statt die Grading-Standards abzusenken, habe man sich bewusst für eine Kosten- und Zeit-Anpassung entschieden.

Was das für Sammler bedeutet

Die neuen Bedingungen haben direkte Auswirkungen auf alle, die Karten graden lassen wollen:

  • Höhere Kosten pro Karte – besonders bei günstigen Dienststufen

  • Längere Wartezeiten – vor allem für Standard-Services

  • Planung statt Spontanität – viele Sammler müssen Submission-Strategien überdenken, da die Fristen sich ausdehnen

Gerade für Sammler, die regelmäßig viele Karten einschicken oder auch Investoren-Strategien verfolgen, bedeutet das: Frühzeitig planen und Service-Level sorgfältig wählen. Während teurere Services wie Express oder Premium weiterhin vergleichsweise schnelle Zeiten bieten, sind die günstigeren Optionen stärker betroffen.

Kontext: Nachfrage steigt weiter

Statistiken zeigen, dass PSA 2025 bereits Millionen von Karten bewertet hat – und der Trend geht weiter nach oben. Die Kombination aus wachsender TCG-Community und dem Wunsch nach zertifizierten, sicheren Bewertungen sorgt seit Jahren für steigende Submission-Zahlen.

In manchen Sammel- und Online-Foren berichten Mitglieder sogar von mehrmonatigen Bearbeitungszeiten, vor allem wenn Submission-Volumen und Verzögerungen zusammenkommen.

Fazit: Neuer Realismus im Grading-Business

Die jüngsten Anpassungen bei PSA zeigen klar: Der Grading-Markt verändert sich. Was einmal als schneller Standard-Service galt, taugt heute nicht mehr als kurzfristige Lösung – zumindest nicht ohne zusätzliche Kosten oder längere Wartezeiten.

Für Sammler bedeutet das vor allem eins: Mehr Planung, mehr Kostenbewusstsein, mehr Auswahl. Wer flexibel bleibt und Service-Level bewusst wählt oder auch Alternativen (z. B. bei Beckett, CGC oder anderen Grading-Anbietern) in Betracht zieht, kann besser mit den Veränderungen umgehen.

PSA bleibt ein weltweit führender Grading-Anbieter – aber die Zeiten, in denen Einreichungen schnell und günstig durchliefen, sind offenbar vorbei. Die Anpassungen sind ein realer Ausdruck der aktuellen Marktlage, der Sammelboom und hohe Nachfrage treffen auf begrenzte Ressourcen.


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